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GolfPunk - 07/2006

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GolfPunk - 07/2006
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Der Golf Club Würzburg gehört zu den führenden Golfanlagen in Deutschland! Bevor der aufmerksame Leser uns nun Parteilichkeit und Vetternwirtschaft vorwirft, weil wir unserem Heimatplatz eine solch überragende Bewertung aussprechen: Diese Behauptung stammt nicht (nur) von uns: Der GC Würzburg darf sich seit Januar 2006 „Leading Golf Course of Germany" nennen, als eine von nur 27 Golfanlagen in Deutschland. Natürlich sind wir mehr als nur stolz, das „unser Club" diese Anerkennung genießt, weshalb wir mit der Würzburger Anlage eine Testreihe über bemerkenswerte Golfplätze in Deutschland eröffnen wollen.

Cover GolfPunk Ausgabe2 2009Wenn Sie vom Parkplatz des zum UNESCO -Weltkulturerbe gehörenden Residenzgebäudes im Stadtzentrum Würzburgs starten, benötigen Sie selbst bei dichtem Berufsverkehr kaum mehr als zehn Minuten bis zum ersten Abschlag des hiesigen Golfclubs. Und nicht nur als Kenner des Sports werden Sie sich nach einem Besuch der mainfränkischen Metropole kaum entscheiden können, was Sie mehr beeindruckt hat: die architektonische Meisterleistung, die das weltgrößte freitragende Deckengemälde im Treppenhaus des prächtigen Barockschlosses darstellt oder die, eine komplette 18-Loch-Anlage in ein Gelände einzupassen, das für diesen Zweck
ursprünglich so prädestiniert war wie ein Igel kuschelig ist.

Präsident Rudi May gründete schon 1984 mit prophetischem Weitblick den Golf Club Würzburg, fast auf den Tag genau zehn Jahre, bevor der erste Schlag auf der eigentlichen Golfanlage ausgeführt werden konnte. 1994 wurden neun Loch für den Spielbetrieb freigegeben, doch May hatte damals schon Größeres im Sinn und bastelte zusammen mit dem Golfplatzarchitekten Karl Grohs an einem Konzept für weitere neun Bahnen. Spätestens an diesem Punkt schüttelte so mancher Außenstehende den Kopf und befürchtete, dass die zukünftigen Fairways so eng werden könnten, dass die Spieler hintereinander laufen müssten, oder unkte, dass ein gewaltiger Mitgliederschwund zu verzeichnen sein werde, da den Leuten gehörig die Bälle um die Ohren fliegen würden. Kaum jemand hätte damit gerechnet, dass man aus mit Obstbäumen bewachsenen Schluchten, engen hügeligen Schneisen und einem auch sonst in jeglicher Hinsicht unruhig zu nennenden Gelände einen der interessantesten Golfplätze Deutschlands machen könnte. Eine Komplettbegehung der Anlage ist eine nicht zu unterschätzende sportliche Herausforderung, vor allem im Hochsommer. Denn die Bauherren haben das Gelände ja nicht einfach einebnen können.