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Leading Golf Courses

 

Wirtschaft in Mainfranken - 07/2009

Ein Zentrum des mainfränkischen Golfsports feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen: Der Golfclub Würzburg e.V.

Zu Hause ist der Club mit seinen 670 Mitgliedern seit September 2002 auf einer der schönsten und abwechslungsreichsten 18-Loch-Golfanlagen Mainfrankens, ja Deutschlands. Denn seit dem Jahr 2006 zählt die Grünanlage hoch über den Dächern Würzburgs zu den „Leading Golf Courses of Germany" - eine „Bestenliste" unter den rund 700 deutschen Golfplätzen. Das Durchschnittsalter der Club- Mitglieder in Würzburg beträgt 47 Jahre, ein Drittel Frauen, zwei Drittel Männer - und noch immer steht nach 25 Jahren ein Mann als Garant für eine „Erfolgsgeschichte" hinter den Kulissen - als amtierender Club-Präsident, Gründungsvater, Bauherr und Impulsgeber:

Der Würzburger Rudi May, der bereits in den 80er Jahren vor den Stadtvätern proklamierte: „Würzburg braucht einen Golfplatz". „Und auch heute noch, nach 25 Jahren", darauf legt Rudi May besonderen Wert, „wird der Präsident von den Mitgliedern geheim gewählt". Für ihn nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern eigentlich ein weiteres Jubiläum der Deutschen und May´schen Vereinsgeschichte. „Und natürlich ist auch die gesamte Familie mit Ehefrau, den Kindern Bianca und Bernhard wie auch der Schwiegertochter Viktoria eng in das ehrenamtliche Vereinsleben hineingewachsen", so May in trauter Familienrunde im Vereinslokal direkt am Green - übrigens seit 1997, dem Jahr der Eröffnung des Clubhauses, ein öffentliches Restaurant. „Da darf jeder nei" - könnte man dem Würzburger Präsidenten in den Mund legen. „Denn Schwellenängste", darauf hat May von Anfang an Wert gelegt, „soll es bei uns nicht geben". Wirtschaftlich gesehen ist aus dem im Jahr 1984 gegründeten Verein ein kleines mittelständisches Unternehmen geworden: Mit Management, Sekretariat, Greenkeeper, Platzaufsicht, Golflehreren und einer Clubhaus-Gastronomie. Nicht zuletzt rechnen sich auch die jährlich rund 100 Golf- und Sponsoring-Turniere im touristischen Leben der Mainfrankenmetropole.

Und mehr denn je entdecken einheimische Firmen den Golfsport als Wirtschaftsfaktor - in der Verbindung von Sport und Kommunikation auf der Ebene eines imagegerechten stilvollen Events. Geschäftskontakte enden oder beginnen nicht selten mit einem Abschlag der Partner am ersten Grün. Golf verbindet: Und so ziehen Firmen und Unternehmer ihre Geschäftspartner und -freunde gerne ans Grün - Golf Cups der Firmen BMW Rhein, Deutsche Bank, DSV-Schilling Bank, Krick Verlag, Mainka-Reisen, Maritim, Mercedes, Neubert, Novotel, Privatbank AG, Porsche, Sessner Autohaus, UBS, Vogel Medien, VR-Bank oder Wöhrl sind nur einige Beispiele der zahlreichen Veranstaltungen, die in den letzten Jahren organisiert wurden. Und nicht zuletzt steht auch das Mozartfest mit seinem Programmteil „Mozart am Grün" fest im jährlichen Club-Plan. Zweifelsohne ist Golfen eine in internationalen Geschäftsführungen und Vorstandsetagen weit verbreitete Sportart - und weltweit spielen schon mehr Menschen Golf als Fußball. „Da empfiehlt es sich schon, das kleine Golf 1x1 zu beherrschen", meint Club-Präsident May. Nicht nur seine eigenen Erfahrungen bestätigen dies: vor allem internationale Geschäftspartner, die zu Besuch in die Mainfrankenmetropole kommen, stellen immer häufiger die eröffnende Frage - „Kann man hier auch Golf spielen?". Feiern kann man das runde Club-Jubiläum erst mal am Wochenende des 18. Juli mit zahlreichen Überraschungen - und natürlich einem Golf-Turnier.

Übrigens...

...war die Errichtung eines Golfplatzes für Rudi May erst mal eine wirtschaftliche Notwendigkeit für Stadt und Region. Der sportlichen Faszination Golf näherte er sich erst Jahre später. Damals schon längst Golf-Club-Präsident „verordneten" ihm schließlich seine Kinder einen mehrwöchigen Crash-Kurs auf Mallorca. „Das konnten wir ja nicht zulassen, dass der Club-Präsident noch keinen Golfschläger in der Hand hatte", erinnert sich sein Sohn Bernhard.

...was heute rund um die 18-Loch-Anlage mit 500 neu gepflanzten Bäumen, den drei mit einer Wasserfläche von 4.500 qm angelegten Teichen, den Grüns oder Bunkern „ganz natürlich" aussieht, bedurfte einer behutsamen und professionellen architektonischen Planung deutscher Golfplatz-Design-Spezialisten.

...war es erst einmal ein Wünschelrutengänger, der Rudi May den wirtschaftlich notwendigen Weg zur Betreibung eines Golfplatzes ebnete - und ihn per Rute zu zwei Wasseradern führte. Noch heute versorgen zwei Tiefbrunnen die Fairways, Greens und Abschläge mit Wasser aus einer Tiefe von 120 bis 95 Metern und garantieren die Erhaltung des Würzburger Golfplatz-Biotops auch in Dürrezeiten.

Text: Elmar Behringer

Dokument zum Download:

PDF Wirtschaft in Mainfranken - 07/2009